Bekannte Gecko Krankheiten

Bakterienbefall:

Dieser lässt sich leicht durch eine Kotprobe feststellen. Der Tierarzt oder das Labor legt eine Kultur an und kann somit den Befall feststellen. Bei einem positiven Ergebnis wird in der Regel ein Behandlungsvorschlag unterbreitet.

Cryptosporidien (Kryptosporidien):

Da eine Erkrankung an Cryptosporidien eine sehr schwere und normalerweise tödlich verlaufende Krankheit ist, empfehle ich den folgenden Link zu besuchen. Diese Internetseite wird vom Reptilientierarzt Herrn Kornelius Biron betreut und ständig auf dem neuesten Stand gehalten.
www.cryptosporidien.de

Häutungsprobleme:

Häutungsprobleme treten in der Regel bei zu trockener Haut auf. Durch Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Terrarium lässt sich dies jedoch leicht beheben. Ebenfalls empfiehlt sich eine feuchte Stelle im Terrarium welche nicht nur zur Eiablage, sondern auch zur Zeit der Häutung gerne aufgesucht wird. Besonders an den Zehen sollten sich die Leopardgeckos gut häuten, wenn dies nicht der Fall sein sollte, so können die Zehen durch die alte Haut abgeschnürt werden und dann abfallen.
Zwei Tage nach der Häutung sollte noch eine Nachkontrolle durchgeführt werden. Falls sich immer noch alte Hautreste am Tier befinden, dem Tier ein kleines Bad in lauwarmen Wasser gönnen. Danach lassen sich die Hautreste manuell sehr gut entfernen. Sollten nur Hautreste an den Zehen sein, so kann man das Tier auch in ein Quarantäne-Terrarium setzen und dieses mit feuchtem Küchenrollenpapier auslegen. Durch das Herumlaufen lässt sich die Haut am nächsten Tag ganz leicht abreiben. Eine zweite Möglichkeit bei Häutungsproblemen kann eine Unterversorgung bzw. Vergiftung mit Vitamin A sein. Bei einer Unterversorgung kann es zu Häutungsschwierigkeiten und Blindheit kommen. Bei einer Vergiftung mit Vitamin A hingegen kann es zu Hautablösungen und Nierenschäden kommen.

Kokzidien (Coccidia):

Kokzidien gehören zu den Sporentierchen. Sie befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und verursachen je nach Befallsstärke Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und somit Abmagerung des befallenen Tieres. Es gibt mehrere Arten von Kokzidien, wobei die Karyolysus-Arten Eidechsen und Schlangen befallen. Die Vermehrung findet im Magen-Darm-Kanal, im Blut oder in der Leber statt.
Zum Nachweisen von Kokzidien, sollte eine Sammelkotprobe von mehreren Tagen gesammelt und in einem Labor wie
Exomed oder über den Tierarzt auf Endoparasiten untersucht werden. Sollte der Befund positiv sein, so kann davon ausgegangen werden das alle Tiere aus dem gleichen Terrarium befallen sind.

Legenot:

Trächtige weibliche Leopardgeckos die ihre Eier nicht ablegen sterben an Legenot. Legenot entsteht wenn das trächtige Weibchen keinen geeigneten Platz zur Eiablage findet oder aus medizinischen Gründen die Eier nicht ablegen kann. Die Eier sind bei Betrachtung des Bauches meist sehr gut zu erkennen. Ein trächtiges Weibchen sollte nur besonders vorsichtig angefasst werden, damit die Eier nicht schon im inneren des Tieres zerstört werden.

Rachitis:

Rachitis bezeichnet eine Erkrankung des wachsenden Knoches mit gestörter Mineralisation der Knochen und Desorganisation der Wachstumsfugen (Epiphysenfuge - Fuge zwischen Endstück und Mittelstück des Knochens). Das der Rachitis entsprechende Krankheitsbild bei adulten Tieren  ist die Knochenerweichung (Osteomalazie). Das betroffene Tier bekommt Schmerzen und es können Knochenbrüche durch Gewalteinwirkung auf die geschwächten Knochen entstehen, welche gesunde Knochen aushalten würden. Ausserdem können sich die Knochen verformen. Auftretende Rachitis ist ein grob fahrlässiger Haltungsfehler (Ernährungfehler) !" Diesen Fehler kann man nur mit Vitamin und Mineralien preperaten ( Zoo Geschäft oder Tierarzt ) vorbeugen.

Verdauungsprobleme:

Verdauungsprobleme treten in der Regel durch falsche Nahrung auf. Hierbei kann es zu Erbrechen der falschen Nahrung bzw. Durchfall kommen. Verstopfungen durch gefressenen Sand entstehen oft bei der Nahrungsaufnahme der Jungtiere können jedoch auch bei ausgewachsenen Tieren entstehen. Die Jungtiere sind bei Ihrer Jagd nach Futterinsekten noch nicht so sehr beholfen und schnappen schnell mal mit der Schnauze in den Bodengrund. Ein Bad im lauwarmen Wasser mit einer leichten Massage des Bauches wirkt oft abführend hilfreich. Sollte dies nicht helfen, dann sollte schnellst möglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Abschließend musst Du Dir jedoch im klaren sein, daß Ursachenforschung betrieben werden muss. Jungtiere entweder einige Zeit in ein Quarantäneterrarium ohne Sand setzen oder den Sand einige Zeit aus dem Terrarium herausnehmen und mit Papier auslegen.

Würmer (Oxyuren):

Würmer können über das Futter bzw. über Neuzugänge übertragen werden. Die im Kot ausgeschiedenen Wurmeier sind durch den Tierarzt leicht mit einem Mikroskop nachzuweisen (hierbei muss der Kot nicht unbedingt frisch sein). Da in fast allen Fällen alle Tiere infiziert sind, sollte der Kot aller sich im Terrarium befindlichen Tiere sollte untersucht werden. Die Infizierten Leopardgeckos müssen in Quarantäne und einer Wurmkur unterzogen werden, wobei die Tiere normalerweise nach zweimaliger Einnahme des Medikaments wieder Wurmfrei sind.

Verletzungen & Wunden:

Verletzungen und kleine Wunden entstehen meist durch Beißereien untereinander. Diese verheilen meist  ganz gut von selbst. Bitte nicht mit Bepanthen oder sonstige rCreme die nicht vom Tierarzt verschrieben wurde behandeln. Die Creme zieht nicht ein wie beim Menschen und lässt so keine Luft an die Verletzung heran. Setze das verletzte Tier bis die Wunde verheilt ist in ein Quarantäneterrarium (mit Papier ausgelegt) damit kein Dreck in die Wunde gelangen kann.
Sollte es sich um eine größere Verletzung handeln, Probleme bei der Verheilung auftreten oder Du bist Dir nicht sicher ob die Verletzung von selbst verheilt, so suche bitte umgehend einen Tierarzt auf.


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