Wichtige hinweise zur Gesunden Haltung
von Leopardgeckos

Das Terrarium:

Es gibt verschiedene Varianten sich für das richtige Terrarium zu entscheiden. Ich persönlich bevorzuge Glas Terrarien, da sich diese Terrarien leicht reinigen und auch desinfizieren lassen. Weiterhin lassen sich Rückwände problemlos einarbeiten.

Die Terrariengröße:

Ich benutze für 2 Tiere ein Terrarium von 120x50x50cm größe.
Natürlich kann man auch ein Terrarium in der größe von 90x45x45cm, es kommt aber immer auf die Anzahl und Größe der Tiere an, die darin Platzhaben sollen. Aber auch hier gilt es
Größer ist immer besser !!"

Die Belüftung:

Diese spielt eine wichtige Rolle bei der artgerechten Haltung der Leopardgeckos. Es sollte immer und zu jeder Zeit ein Luftaustausch stattfinden. Dieses wird u.a. dadurch erreicht, indem ausreichend große Lüftungsflächen an zwei sich gegenüberliegenden Scheiben und in der Höhe gegenüberliegend angeordnet  sind. Fast alle im Fachhandel angebotenen Terrarien erfüllen diese Norm.

Die Beleuchtung:

Die Beleuchtung spielt bei der Haltung von Leopardgeckos, die zu den dämmerungs- bzw. nachtaktiven Tieren zählen, eine untergeordnete Rolle. Sie dient als erstes zur Aufrechterhaltung eines Tag- Nachtrythmus und zur Beheizung des Terrariums. Dieses kann durch den Einbau von Strahlern und / oder Leuchtstoffröhren bzw. Reflektorlampen simuliert und erreicht werden. Ich benutze das Beleuchtungs System von der Firma Exo Terra. Bewährt hat sich die Abdecklampe: Exo Terra Compact Top. Man kann an diesen Lampen auch das Termometer und Hydrometer anschliesen.

Heizung & Temperatur:

Da unsere Geckos exotherm, also auf Außenerwärmung angewiesen sind, benötigen sie entsprechende Temperaturen von aussen. Kurz gesagt, unsere Leopardgeckos benötigen die Wärme, um einfach zu “ funktionieren. Im Vordergrund steht hierbei der Stoffwechsel mit seiner Verdauung. Temperaturunterschiede in den natürlichen Habitaten, als auch unter Terrarienbedingungen haben u.a. entscheidenden Einfluss auf die Reproduktion und Widerstandsfähigkeit. In den Verbreitungsgebieten der Eublepharis Arten ( Pakistan, Iran, Irak, Afghanistan ) existieren unterschiedliche und durchaus extreme Temperaturen zwischen den Tages- und Nachtzeiten. Es ist sinnvoll, im Terrarium ein Temperaturgefälle einzurichten, aus dem sich die Leopardgeckos ihren bevorzugten Platz je nach Bedarf aussuchen können. Ich verfahre so, dass ich nur eine Hälfte des Terrariums mit einer Heizmatte, Wärmestrahler und einen beheiztem Stein beheize. Die Lufttemperatur in meinen Terrarien beträgt ca. 27 Grad. Die Temperatur, direkt auf dem Stein beträgt ca. 40 Grad und bietet den Vorteil, dass nach Abschalten des Steins die Leopardgeckos noch 1 bis 1,5 Stunden danach, den Stein als Wärmequelle nutzen können.

Die Einrichtung:

Achtet darauf, dass die Leopardgeckos genug Versteckmöglichkeiten vorfinden. Weiterhin sollte die Einrichtung so gewählt werden, dass den Geckos ebenfalls genug Klettermöglichkeiten zur Verfügung stehen und wer sagt, dass Leos nicht klettern, der kann sich bei mir vom Gegenteil überzeugen. Der Aktionsradius der Tiere wird duch den Einbau von “ bekletterbaren” Gegenständen  oder Wänden erheblich erweitert, welches zu einer artgerechten Unterbringung und dem Wohlbefinden beiträgt. Für große Super Giant Tiere benutze ich als Verstecksmöglichkeit eine Amphore. Da die groß genug ist für die Tiere. Voraussetzung sollte sein: Vermeidung von Gefahrenquellen sowie schnelle und gründliche Reinigung der Einrichtung !

Der Bodengrund:

Ihr solltet bedenken, dass unsere Leopardgeckos keine reinen Wüstentiere sind, sondern ihr natürliches Habitat aus Gebirgs- und Steppenregionen besteht. Dementsprechend benötigen sie einen festen Bodengrund. Ich persönlich verwende nur Sandarten und als zusatzlicher Minerralienräger Korallen Sand als oberste schicht. So sollten die Leos den Sand fressen kann es zu keiner Magen-Darm Verstopfung führen, denn der Korallensand ist zu 100% verdaulich. Dieser besondere Sand liefert den Tieren noch dazu wichtigen Kalzium, den die Tiere zum Knochenaufbau dringend benötigen. Der Bodengrund muss mindestens einmal pro Jahr komplett und sollte zudem je nach Bedarf ausgetauscht werden.

Die relative Luftfeuchtigkeit:

Die relative Luftfeuchtigkeit, ist die in der Luft tatsächlich vorhandene Feuchtigkeit. Diese sollte am Tage zwischen 40 - 50 % betragen. Nachts kann sie geringfügig höher sein, welches durch ein Besprühen der Einrichtungsgegenstände nach dem Abschalten der Beleuchtung,  kurzzeitig erreicht wird.

Die Winterruhe:

Die Winterruhe gehört zum natürlichen Lebenszyklus der Leopardgeckos. Sie ist wichtig für die Gesundheit, die Lebensdauer und das Paarungsverhalten der Tiere. Wichtig ist dass man nur kerngesunde Leos in die Winterruhe schickt die zudem einen ordentlichen Fettspeicher (dicker Schwanz) haben. Während der Winterruhe reduzieren die Geckos ihren Stoffwechsel so stark dass sie kaum an Gewicht verlieren. Am besten ist es wenn man die Tiere einzeln überwintert. Während der Winterruhe sind die Leopardgeckos wesentlich ruhiger und inaktiver als sonst. Sie müssen komplett in Ruhe gelassen werden, dass sie sich ausreichend erholen können. Sie aus ihren Verstecken rauszuholen gilt als störend. Am besten geeignet ist eine Winterruhe von Dezember bis Januar, wobei man schon einen Monat vorher anfängt die Temperatur, die Beleuchtung und die Nahrung langsam zu reduzieren. Von Januar bis Februar sollten diese ebenso langsam wieder gesteigert werden. Etwa 2 Wochen vor dem Überwintern sollten die Tiere kein Futter mehr zu sich nehmen, damit sich der Darm vollständig entleert hat. Während der Winterruhe sollte nicht gefüttert werden, da den Tieren die nötige Wärme für die Verdauung fehlt. Frisches Wasser muss aber ständig zur Verfügung stehen. Für die Winterruhe sollte die Beleuchtung auf ca. 6 Stunden pro Tag verringert werden. Während der Winterruhe wird auf zusätzliche Wärmequellen wie Heizmatten oder –steine komplett verzichtet. Es sollten tagsüber Temperaturen von ca. 15-18°C und nachts von 12-15°C sein.

Die Vergesellschaftung:

Von Vergesellschaftung mit anderen Geckoarten rate ich grundsätzlich ab !!"
Kleine Gecko Arten werden sehr gerne als Nahrung angesehen. Vergesellschaftung untereinander kann MUSS aber nicht klappen !" Eine Vergesellschaftung untereinander kann ab dem 12 Monat frühestens durchgeführt werden.


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